Altes Lied vom alten Leid

Stadtpokal Viertelfinale – 11.11.2017, 13:00 Uhr

Buna farbig 0:1 (0:1) Turbine Halle

Aufstellungen:

SG Buna Halle: Max Stiller – René Rath, Martin Franke (MK), Yves Pfeiffer, Thomas Pohle – Eric Mennicke, Sascha Gerber, Florian Sieb, Tom Wachsmann – David Gros, Marcus Walther

Turbine Halle: Andy Schiller – Martin Allweyer, Christoph Hoberg, Eric Gröger (MK), Dominik Zech – Elias Kindl, Christoph Carpentier, Lukas Emanuel Knaut (82. Tim Riechert), Phil Nultsch, Clemens Löffler (87. Maximilian Purfürst) – Janos Körtge (80. Matthias Sommerer)

Verwarnungen: R. Rath, M. Walther, F. Sieb/ C. Carpentier

Tore: 0:1 Janos Körtge (39.)

 

Spielbericht:

Voller Motivation gingen die Bunesen in das Viertelfinale des Stadtpokals. Es sollte endlich der neunjährige Bann des Viertelfinal-Aus durchbrochen werden. Außerdem scheiterten die Bunesen zuletzt im Jahr 2012 und 2014 schon im Viertelfinale am diesmaligen Gast von Turbine Halle – jeweils 2:1. Doch in Sachen Kaderplanung sah es schwierig für die Bunesen aus. Neben dem verletzten Buschbeck fehlten diesmal auch Ilgner und Felix Sieb aus privaten Gründen, sowie Rittermann aus beruflichen. So nahm nur der immer noch kniekaputte Mike Volkhardt als einziger Wechsler auf der Bank Platz.

_DSC0034_preview.jpegDas Spiel begann mit gegenseitigem Abtasten beider Teams. Hochkonzentriert gingen die Kontrahenten in die Partie mit dem Ziel keinen frühen Fehler zu machen. Die erste dicke Möglichkeit ergab sich dennoch für die SGB. Nach einer Ecke von Gerber landete der Abpraller bei Walther am Elfmeterpunkt. Per Dropkick setzte er das Leder nur Zentimeter neben den Pfosten. Schlussmann Schiller wäre ohne Chance gewesen. Auf der Gegenseite initiierten die Felsenkicker vor allem ihre Angriffe über ihren agilen Linksaußen Kindl. Die erste Möglichkeit für Turbine hatte aber Körtge, als er nur das Außennetz traf. Die nächste große Chance zum Einschuss sollte aber wieder die SGB haben. Nach schöner Kombination bediente letztlich Walther den startenden Gros, der vor Schiller am Sechzehner am Ball war. Sein Torschuss segelte jedoch ebenso knapp am Kasten vorbei wie Walthers Abschluss zuvor (14.). Doch spätestens nach Florian Siebs vergebener Möglichkeit haderten die Bunesen mit dem Glück. Gerber steckte für Florian Sieb durch, der sich dank geschicktem Nachsetzen gegen Zech durchsetzte. Sieb steuerte nun allein auf Keeper Schiller zu, entschied sich aber für einen schwachen Heber, anstatt einem präzisen Torschuss direkt vor Schiller (21.). Im Anschluss an diese Tormöglichkeit versagte der Offensivdrang der Bunesen merklich. Fortan stand Turbine hinten besser und setzte selbst ein paar Nadelstiche. So auch nach etwas mehr als einer halben Stunde, als Kindl über links abermals seine Schnelligkeit ausspielte und ebenfalls am Außennetz scheiterte. In der 39. Minute sollte dann bereits der Treffer des Tages fallen – und im Blickpunkt stand das gesamte Schiedsrichtergespann. Es begann mit einem Angriff der Bunesen. Gros bekam einen langen Ball zugespielt, stellte geschickt den Körper rein und wollte an Hoberg vorbeiziehen. Dieser heftete sich jedoch wie ein Klette an Gros und brachte diesen zu Fall. Gros stand auf und begnügte sich nicht mit dem fälligen Freistoß. Stattdessen war Gros gegen zwei Gegenspieler allein auf weiter Flur und probierte sich mit einem Flankenball in den völlig verwaisten Strafraum – das Schiedsrichtergespann entschied auf Vorteil, der sich als keiner herausstellte. Die fällige Gelbe Karte für Hoberg für den verfrühten Versuch des Trikotwechsels ließ Schiri König auch im Anschluss stecken. Nach Gros’ Ballverlust ging die Post ab. Im Mittelfeld kam Carpentier an die Kugel und bediente den startenden Körtge. Aus stark abseitsverdächtiger Position dribbelte Körtge allein auf Stiller zu und schoss zum 0:1 ein! Ein glückliches Händchen hatte das Schiedsrichtergespann hier leider nicht – leider auch nicht zum letzten Mal!

Nach dem Seitenwechsel spielte Turbine im Stile einer Landesklasse-Spitzenmannschaft. So schafften es die Kicker vom anderen Saaleufer den Bunesen keinerlei Kombinationsraum zu lassen. Aus dieser gut gestaffelten Defensive heraus erspielten sich die Felsenkicker einige Kontergelegenheiten. In der 62. Minute scheiterte Körtge nach eben einem solchen Angriff.  In einer insgesamt ereignisarmen zweiten Halbzeit versagte das Schiedsrichtergespann den Bunesen Mitte der zweiten Halbzeit einen Handelfmeter. Nachdem sich Gros bis zur Grundlinie gearbeitet hatte, landete dessen Flankenball an Zechs Hand in Kopfhöhe. Sicherlich kein absichtliches Handspiel – aber allemal elfmeterwürdig. König entschied stattdessen auf weiterspielen und zog sich den Unmut der Bunesen zu. In der 80. Minute hätte Kindl dann das Spiel entscheiden müssen. Ein schneller Angriff über die rechte Angriffsseite der Turbinen wurde auf die linke Seite verlagert. Kindl drang in den Strafraum ein, ließ einen Gegenspieler stehen und zog ab. Pfeiffer bekam dabei noch entscheidend die Fußspitze dran, sodass die Kugel nur an den Pfosten klatschte. In den Schlussminuten probierten es die Bunesen ausschließlich mit langen Bällen. So auch in der letzten Spielminute. Ein langer Ball fand nach einigen Kopfballduellen Gros, der das Leder erneut sehenswert sicherte und sich auf den Weg, mit dem Rücken zum Tor, zum Abschluss machte. Beim Versuch sich den Ball vorbei zu legen, wurde er von Hoberg im Strafraum glasklar gefoult. Doch sowohl Schiri König, als auch sein Assistent verwehrten den Bunesen den Elfmeterpfiff – eine unfassbare Fehlentscheidung. In die Massenproteste der Bunesen hinein pfiff König das Spiel ab.

Mit dieser knappen Niederlage, bei der das Schiedsrichtergespann in den entscheidenden Situationen keine gute Figur machte, erreichen die Bunesen auch beim zehnten Anlauf in Folge nicht das Halbfinale des Stadtpokals. Dennoch bleibt zu resümieren, dass Turbine aufgrund einer klar erkennbaren Ordnung und Taktik und der besseren Chancenverwertung letztlich verdient das Halbfinal-Ticket löste. Für die Bunesen heißt es mit Blick auf die kommende Aufgabe unter der Woche die Wunden zu lecken. Am kommenden Samstag reisen die Bunesen nach Günthersdorf zum Spitzenspiel der LK6.

Spielbericht: Sascha Gerber

Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.