Historischer Halbfinaleinzug

Viertelfinale Stadtpokal – 13.10.2018, 13:00 Uhr

Nietlebener SV Askania – SG Buna Halle 0:4 (0:2)

Aufstellungen:

Nietlebener SV Askania: Matthias Timm – Maik Dubberke, Martin Oelschlägel, Kevin-Max Bräuer – Daniel Benesch, Oliver Bornschein (MK), Benjamin Tilg, Markus Strissel, Louis Dörge (75. Marius Lohnert) – Alexander Orlamünde (63. André Schauer), Thomas Berger

SG Buna Halle: Richard Brülls – Thomas Pohle (68. Oleh Mytakhir), Christian Ilgner, Martin Franke (MK), Sascha Gerber – Felix Sieb, Mike Volkhardt – Tim Wagner (46. Florian Sieb), David Gros, Yves Beier – Marcus Walther (62. Daniel Rittermann)

Verwarnungen: K. M. Bräuer, O. Bornschein/ T. Pohle

Tore: 0:1 David Gros (8.); 0:2 Marcus Walther (38.); 0:3 Yves Beier (55.); 0:4 David Gros (73. FE)

 

Spielbericht:

Am gestrigen Sonnabend schafften die Bunesen etwas Historisches. Das Team von Wolfgang Huth und René Rath zog erstmals in das Halbfinale des halleschen Stadtpokals ein. Dabei gastierte die SGB beim Tabellenzweiten der Landesklasse, dem Nietlebener SV Askania. Das Zech-Team startete stark in die laufende Saison und rangiert momentan mit 15 Punkten aus sechs Partien auf dem ersten Verfolgerplatz hinter Turbine Halle. Die Neustädter ihrerseits wollten den Schwung aus den letzten Spielen auch mit in den Pokalwettbewerb nehmen und der vergangenen Statistik trotzen. Bei diesem Vorhaben standen Wachsmann, Pfeiffer und Ramabaja nicht im Kader. Ansonsten ging die SGB mit der gleichen Startelf wie beim Auswärtserfolg in Bennstedt ins Rennen (0:4).

Bei sommerlichen Temperaturen begannen beide Teams sehr konzentriert, was unter anderem für den gegenseitigen Respekt sprach. Folglich gingen die Gäste mit der ersten Chance in Führung. Walther setzte in der gegnerischen Hälfte energisch nach und spitzelte das Leder zu Sascha Gerber, der mit seinem gut getimten Flugball David Gros in Szene setzte. Gros nahm anschließend den Ball volley und traf humorlos zur frühen Gästeführung (8.). Nur zwei Minuten später bewahrte Askania-Schlussmann Timm sein Team mit einer Glanzparade gegen Walthers-Direktabnahme vor dem zwei-Tore-Rückstand (10.). Die Hausherren wurden mit zunehmender Spielzeit in der Offensive gefährlicher und setzten durch Strissels Fernschuss ein erstes Ausrufezeichen (19.). Wenig später wurden die Gastgeber dann schon konkreter. Nach einem langen Ball setzte sich Berger geschickt im Zweikampf durch und traf mit seinem Linksschuss den Außenpfosten (26.). Auf der Gegenseite ergab sich für den aufgerückten Ilgner nach Eckstoß von Felix Sieb die Chance zum 0:2. Doch der Innenverteidiger verzog aus Nahdistanz und schoss über das Gehäuse der Askanen (32.). In der 38. Spielminute sollten die Offensivbemühungen der Gäste belohnt werden. Der agile Yves Beier hebelte nach Zusammenspiel mit Thomas Pohle die Abwehrkette des NSV aus und behielt vor dem Tor die Übersicht für den mitlaufenden Marcus Walther, der keine Mühe hatte, das Leder einzuschieben – 0:2 (38.). Dies war wohl der schönste Angriff der gesamten Partie, welcher darüber hinaus mit einem Treffer belohnt wurde. Kurz vor dem Pausenpfiff versuchte Benesch per Flugkopfball infolge eines Eckballs den Rückstand zu verkürzen, doch sein Aufsetzer sprang über das Tor (42.). So blieb es beim 0:2 zum Seitenwechsel.

Nach der Pause stellten beide Teams ein wenig um, sodass die Bunesen nachfolgend versuchten, schnell aus der eigenen Defensive in den Angriff umzuschalten. Dies gelang auf beim vorentscheidenden dritten Tor. Volkhardt schickte hierbei Gros ins Laufduell, der im Anschluss die Übersicht für Yves Beier hatte. Beier belohnte sich für seine couragierte Leistung traf aus Nahdistanz (55.). In der 65. Spielminute verpassten Beier und Gros mit einer Doppelchance einen weiteren Torerfolg (65.). Nachdem zunächst Franke noch per Kopf nach Eckball von Gerber scheiterte (71.) sorgte David Gros nach Foulspiel an Yves Beier vom Punkt für die Entscheidung (73.). Somit war die Moral der Nietlebener gebrochen. Die letzte Chance der Partie hatten wiederum die Neustädter. Felix Sieb bediente hierbei nach Balleroberung Gros, der zielstrebig in den Strafraum zog und das Leder auf Florian Sieb legte, der aus spitzem Winkel den Außenpfosten traf (89.). Folglich blieb es beim verdienten 4:0-Pokalerfolg, wonach die Bunesen erstmals das Pokalhalbfinale erreichten.

In diesem Halbfinale tritt die SGB am Reformationstag, den 31.10.2018, bei dem aktuellen Tabellenführer der Stadtoberliga, der SG Einheit Halle, an. Die SGE setzte sich im Viertelfinale mit einem 1:0-Auswärtserfolg beim FC Halle-Neustadt durch. Am kommenden Wochenende gastieren die Männer von der Lilienstraße aber zuvor beim FSV 67 Halle. Hier möchte man auch im Ligageschehen wichtige Punkte einfahren, um den Anschluss an das Spitzentrio nicht zu verpassen.

Spielbericht: Felix Sieb