Minimalsieg auf neutralem Platz

0:1 (0:1)

Nachdem die Bunesen vor zwei Wochen bei der Verbandsliga-Reserve von Blau-Weiß Zorbau klar mit 4:0 die Oberhand behielten, waren sie in der Vorwoche zum Zuschauen verdammt. Aufgrund der ungeraden Anzahl an Mannschaften in der LK 6 war die SGB mit dem spielfreien Samstag aber sicher der Sieger. Denn der erneute Wintereinbruch sorgte dafür, dass die Spiele reihenweise ausfielen und nun zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden müssen. Das bleibt den Bunesen erst einmal erspart. Doch Tauwetter und ein auf dem Rückzug befindlicher Bodenfrost machten eine Austragung der Partie zwischen Eintracht Gröbers und den Bunesen in Gröbers unmöglich. Nach einigem Hin und Her wurde die Begegnung letztlich am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz des VfL Halle 96 ausgetragen. Nichtsdestotrotz wollte die Huth-Elf an die Leistung vom Zorbau-Spiel anknüpfen. Für diese Aufgabe mussten jedoch Felix Sieb, Buschbeck, Rath und Ilgner passen. Und auch Stammkeeper Stiller war aufgrund seines Urlaubs nicht im Kader. Zum dritten Mal in Folge vertrat ihn Wachsmann.

Das Spiel begann mit einer klaren Rollenverteilung. Die Bunesen wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und rissen das Spiel an sich. Die Anfangsviertelstunde war auf beiden Seiten aber noch geprägt von Ungenauigkeiten in der gegnerischen Hälfte. Den ersten Annäherungsversuch hatten nach gut 20 Minuten aber die Bunesen. Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Gerber wurde zunächst geklärt. Über Umwege erhielt Gerber noch einmal die Gelegenheit zur Flanke und fand Walther. Dessen Kopfball segelte aber noch am Ziel vorbei (19.). Mitte der ersten Halbzeit waren die Bunesen dann aber voll im Spiel. Gröbers igelte sich tief in der eigenen Hälfte ein. Mit einer schönen Kombination über Florian Sieb, Gerber, Wagner und Walther, gelangte der Ball abermals zu Wagner, der vom Sechzehner aus aber zu hoch schlenzte (27.). Ähnlich verlief es in der 35. Minute: Florian Sieb sprintete durchs Mittelfeld und bediente Gerber. Dessen Distanzschuss flog etwa einen halben Meter am Tor vorbei (35.). Nur eine Minute später hatte Gröbers jedoch die bislang beste Chance im Spiel. Mit einer Flanke aus dem Halbfeld fand Deumers Ball Mitspieler Pfeuffer, der frei vor Wachsmann auftauchte, aber an diesem scheiterte (36.). Wiederum kurz darauf schaltete die SGB schnell über die linke Angriffsseite. Pfeiffer schob weiter zu Wagner, der den Ball perfekt in die Schnittstelle der Eintracht-Abwehr auf Gros spielte. Der steuerte Richtung Tor, suchte selbst den Abschluss, statt auf Florian Sieb querzuspielen, und scheiterte am Pfosten (37.). Besser machte es Gros in Minute 39: Wieder agierte die SGB schnell und zielstrebig – diesmal über rechts. Nach den Stationen Pohle und Walther bediente Gerber den startenden Gros. Diesmal fand das Leder den Weg ins Tor – 0:1 (40.)! Kurz vor dem Pausenpfiff hätte die SGB ihr Torekonto verdoppeln können. Wieder war es ein wunderbarer Angriff über Florian Sieb, Wagner und Gros. Gros fand mit seinem Abschluss den Meister in Engel. Beim abspringenden Ball setzte Pohle entscheidend nach, legte zurück auf Walther, der Schlussmann Engel umkurvte. Doch sein Abschluss wurde noch von Hasler von der Linie gekratzt (45.).
Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild ein wenig. Die Eintracht störte früher und die Bunesen verloren ihrerseits ein wenig den spielerischen Faden. Nach gut zwanzig Minuten ohne größere Ereignisse setzte die Eintracht das erste Signal. Über die rechte Angriffsseite ging es dann ins Zentrum, wo Pfeuffer aus der zweiten Reihe abzog. Wachsmann parierte zur Seite. Doch Gröbers setzte in Person des eingewechselten Braun nach, sodass Wachsmann per Fußabwehr die Null halten musste (66.). In der Folge agierten die Männer aus dem Saalekreis überwiegend mit langen Bällen. Dies stellte die Bunesen immer wieder vor Probleme. Die Kopfballverlängerungen konnte die SGB desöfteren nicht verhindern, sodass es immer wieder zu gefährlichen Situationen kam. Dennoch hatte die SGB ihrerseits noch einige Top-Chancen, um das Spiel zu entscheiden. So scheiterte Gros gleich zweimal. Und auch Pohle setzte sich zehn Minuten vor Schluss glänzend auf der rechten Seite durch. Doch sein Schuss aus 10m landete direkt in den Armen von Schlussmann Engel (80.). Und so blieb die Eintracht bis zum Ende unangenehm und hätte die stark nachlassenden Bunesen am Ende fast noch bestraft. Ein langer Ball wurde von Voigt verlängert und kam perfekt in den Lauf von Wötzel. Dieser zog aus 15m ab. Doch der Ball klatschte an den Pfosten und die SGB gewann die Partie (89.).

Trotz des Zittersieges am Ende blieben die Bunesen der verdiente Sieger in dieser Partie. In einer starken ersten Halbzeit zirkulierte der Ball sehenswert in den eigenen Reihen. Am Ende wurde es dann nochmal knapp, da die Kicker aus Halle-Neustadt ihre vielen Chancen nicht nutzte, um frühzeitig den Sack zu zumachen.

Spielbericht: Sascha Gerber

 

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