Oppiner Trauma wieder gut machen

Die Landesklasse 6 ist oben wie unten spannend wie schon lange nicht mehr. Einen gewissen Anteil daran haben und hatten auch die Bunesen. In den ersten beiden Pflichtspielen im Kalenderjahr 2019 ging es gegen zwei abstiegsbedrohte Teams. Sowohl gegen die ESG Halle, als auch gegen die SG Reußen konnte man als Sieger hervor gehen. Im Keller bleibt es also prickelnd. Mit diesen beiden Erfolgen hat die SGB zugleich auch ihren Soll erfüllt. Dass man sich oben festgebissen hat, ist hinlänglich bekannt. Aufgrund der Niederlage des FSV Bennstedt an der Spitze ist der Kampf um Platz 1 nun auch wieder vollends ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Vorne liegen Bennstedt und Turbine gleichauf, dahinter lauern die Bunesen mit nur zwei Zählern Rückstand. Für die SGB heißt es also: Die eigenen Aufgaben erfüllen, um im Rennen zu bleiben.

Dass die anstehende Aufgabe gegen die VSG Oppin am 16. Spieltag kein Selbstläufer werden wird, sieht man mit Blick auf das Hinspielergebnis. Dort spielten die Saalekreisler wie im Rausch gegen desillusionierte Bunesen und gewannen auch in der Höhe verdient mit 5:2! Für die Truppe um Huth und Rath war damit der Saisonstart missglückt. In der weiteren Folge konnte man dann jedoch eine tolle Serie starten und sich ganz oben zurückmelden. Doch was war passiert an jenem dritten Spieltag? Die SGB kam gegen einen aggressiven und defensiv kompakt auftretenden Gegner nur schwer in Gang. Vor allemim Umschaltspiel machten die Oppiner an diesem Tage alles richtig und überraschten die Hallenser immer wieder mit überfallartigen Kontern, bei denen noch mehr als nur die fünf Treffer hätten herausspringen können. Vor allem das Sturmduo um Fengler und Stryjakowski verwirrte die Buna-Abwehr. Doch jener Fengler wird zum kommenden Spiel gelb-rot-gesperrt fehlen. Der 34-jähringe Fengler kickte einst in der Verbandsliga. Seine Erfahrung wird fehlen. Doch er ist nicht der einzige: Mit Patrick Zimmermann fällt noch eine weitere wichtige Säule aus. Der ehemalige Regionalliga-Kicker muss eine Rotsperre absitzen.

Die VSG Oppin selbst findet sich derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz wieder. Mit bereits 21 Zählern auf der Habenseite wird man in dieser Spielzeit ganz sicher nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Mit bereits 11 gesammelten Auswärtspunkten ist die VSG aktuell sogar das viertstärkste Auswärtsteam der Liga. Im umgedrehten Fall können die Bunesen in dieser Statistik allerdings dagegen halten. In den bislang sechs Heimspielen musste man nur ein Remis hinnehmen und kann ein Torverhältnis von 21:6 aufweisen. Im Jahr 2019 warten die Oppiner allerdings noch auf ihren ersten Dreier. Im Rückrundenauftaktspiel gegen Turbine hielt man bis in die Schlussphase dagegen, musste sich aber am Ende knapp mit 3:2 geschlagen geben. Am vergangenen Samstag reichte es dann gegen die SG Eisdorf zu einem 1:1 – trotz doppelter Unterzahl! Beim Blick auf die interne Torjägerliste ragen die Namen Stryjakowski, Fengler und Gomes heraus. Zusammen hat das Trio 23 der insgesamt 33 Treffer direkt erzielt. Jedoch muss man, wie schon erwähnt, auf Fengler verzichten.

Die Bunesen wollen ihrerseits die drei Punkte an der Lilienstraße behalten, um auch weiterhin mit dem Spitzenduo Schritt halten zu können. Für diese Unterfangen muss das Trainergespann allerdings die Ausfälle der verletzten Felix Sieb, Florian Sieb und Daniel Rittermann kompensieren. Hinzu kommt, dass sich Zafar am vergangenen Sonntag bei der Buna-Reserve eine rote Karte einhandelte und ebenfalls nicht dabei sein kann. Nichtsdestotrotz hat die SGB die Favoritenrolle inne und möchte sich für das Hinspiel-Desaster revanchieren.