Schützenfest im Achtelfinale

Achtelfinale Stadtpokal – 08.09.2018, 14:30 Uhr

VfL Seeben – SG Buna Halle 2:18 (0:7)

 

Aufstellungen:

VfL Seeben: Axel Märker – Markus Märker, Stefan Märker, André Troitzsch, Andy Jeziorowski (MK) – Manuel Klee, Marcel Löber, Patrice Banisch, Christian Hippe, Patrick Werner – Osman Abdi

SG Buna Halle: Richard Brülls – David Ramabaja (56. Yves Beier), Christian Ilgner, Tom Wachsmann (56. Oleh Mytakhir), Sascha Gerber – Felix Sieb (MK), Florian Sieb, Mike Volkhardt – Tim Wagner, David Gros, Marcus Walther

 

Verwarnungen: FEHLANZEIGE

 

Tore: 0:1 David Gros (8.); 0:2 David Gros (13.); 0:3 David Ramabaja (21.); 0:4 Felix Sieb (23.); 0:5 Florian Sieb (31.); 0:6 Marcus Walther (39.); 0:7 David Gros (45.); 0:8 David Gros (47.); 0:9 Marcus Walther (50.); 0:10 Mike Volkhardt (53.); 0:11 Tim Wagner (55.); 0:12 David Gros (63.); 0:13 Marcus Walther (65.); 1:13 Marcel Höber (70.); 2:13 Markus Märker (78., FE); 2:14 Florian Sieb (85.); 2:15 Felix Sieb (86.); 2:16 David Gros (87.); 2:17 David Gros (88.); 2:18 Florian Sieb (89.)

 

Spielbericht:

Im Achtelfinale des Stadtpokals feierten die Bunesen am vergangenen Sonnabend ein regelrechtes Schützenfest. In der Partie gegen den Stadtoberligisten VfL Seeben fielen sage und schreibe 20 Treffer! Nachdem sich die Neustädter bereits in der abgelaufenen Pokalsaison mit einem 5:0 im Achtelfinale gegen Seeben durchsetzen konnten, wurde es diesmal eine deutlichere Angelegenheit. Dabei fehlten dem Trainerteam mit Mannschaftskapitän Franke, Rittermann, Pohle und Pfeiffer gleich vier Defensivakteure. Folglich begannen die Bunesen mit einigen Umstellungen und dem festen Ziel des Weiterkommens.

Der Landesklassist begann von Anpfiff weg konzentriert und war insbesondere im Offensivspiel um Kreativität und ein schnelles Passspiel bemüht. Infolgedessen eröffnete David Gros nach Zuspiel von Walther nach acht Spielminuten den Torreigen (8.). Gegen größtenteils tiefstehende Kontrahenten fanden die Neustädter immer wieder Ideen und Wege in die gefährliche Angriffszone zu kommen. Demnach erhöhte zunächst erneut Gros (13.) und wenig später Neuzugang David Ramabaja mit einem mehr oder weniger gewollten Flankenschuss (21.) auf 0:3. Beim vierten Treffer zeigte die SGB, dass sie durchaus auch im Konterspiel ihre Qualität hat, wonach Wagner den startenden Gros mit einem langen Ball mustergültig bediente. Dessen Flanke landete anschließend bei Felix Sieb, der mit links das 0:4 markierte (23.). Auf der anderen Seite zeigte sich Brülls hellwach, als Werner allein vor dem Schlussmann auftauchte, aber an ihm scheiterte (25.). Beim nächsten Treffer der Bunesen von Florian Sieb hatte der Gast ein wenig Glück, da dessen Schuss vom Sechszehner nicht ganz unhaltbar für Keeper Märker schien (31.). Trotz der klaren Verhältnisse auf dem Feld gilt es dem VfL Seeben ein Kompliment auszusprechen, da sich das Team von Karsten Weber über die gesamte Spielzeit nicht aufgab und die Partie nach dem Verletzungsausfall von Hippe rund 60 Minuten in Unterzahl bestreiten musste. Bis zum Seitenwechsel stellten Marcus Walther sehenswert per Direktabnahme (39.) und David Gros nach Zuspiel von Florian Sieb (45.) die Führung auf 0:7.

Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken ließen die Männer von der Lilienstraße aber auch im zweiten Abschnitt nicht nach. Folglich erhöhten sie innerhalb von weiteren zehn Minuten durch die Treffer von David Gros (47.), Marcus Walther (50.), Mike Volkhardt (53.) und Tim Wagner (55.) auf 0:11. Nachdem die SGB in der Liga zuvor in zwei Partien bei einer Vielzahl von Chancen lediglich zwei magere Treffer erzielen konnte, zeigte man an diesem Tage auch in Punkto Chancenverwertung einen Spitzenwert auf. Folglich markierte zunächst Gros seinen fünften Treffer (63.) ehe Walther per Kopf einen klasse getretenen Freistoß von Beier über den Umweg des Pfostens versenkte (65.). In der Folgezeit agierten die Neustädter eine Viertelstunde zum Teil unkonzentriert und fahrig. Dabei setzte zunächst Marcel Höber aktiv Keeper Brülls unter Druck, gewann das Leder und markierte den Ehrentreffer (70.). Bei diesem einen Treffer sollte es jedoch für den VfL Seeben nicht bleiben. Nach einem unglücklichen Zusammenstoß zwischen Mytakhir und Abdi gab es einen berechtigten Foulstrafstoß für die Hausherren. Dieser Sache nahm sich Markus Märker an und verwandelte sicher (78.). In den Schlussminuten zogen dann aber wieder die Gäste das Tempo an. Zunächst erzielte Florian Sieb mit einem herrlichen Schuss vom Sechszehner nach prächtigem Dribbling wohl das schönste der zwanzig Tore an diesem Tage (85.). Im Minutentakt erhöhten anschließend Felix Sieb, zweimal David Gros sowie erneut Florian Sieb noch auf den Endstand von 2:18.

Mit diesem Kantersieg zogen die Männer von der Lilienstraße souverän ins Stadtpokalviertelfinale ein. Allerdings war dort in der Vergangenheit immer „Endstation“. Im letzten Jahr unterlag man auf heimischen Platz Turbine Halle mit 0:1. Das soll diesmal definitiv anders werden, sodass man auch ein erfolgreiches Abschneiden im Stadtpokal auf der Agenda hat. Bevor jedoch der Pokal wieder auf dem Plan steht, gilt es nun, die volle Konzentration auf das bevorstehende Auswärtsspiel bei der VSG Oppin zu richten.

Spielbericht: Felix Sieb