Topspiel geht an die Askanen

  1. Spieltag – 01.12.2018, 13:00 Uhr

Nietlebener SV Askania – SG Buna Halle 4:2 (2:2)

Aufstellungen:

Nietlebener SV Askania: Matthias Timm – Benjamin Tilg, Maik Dubberke, Martin Oelschlägel, Kevin-Max Bräuer – Martin Stutzer (MK) (88. Mohammad Khalil), Daniel Malis (75. Alexander Orlamünde), Markus Strissel, Daniel Benesch – Marcus Jähne (90. Tjark Bageritz), Thomas Berger

SG Buna Halle: Richard Brülls – Thomas Pohle, Daniel Rittermann, Christian Ilgner – Tim Wagner, Felix Sieb (MK), Mike Volkhardt, Sascha Gerber – Marcus Walther – Oleh Mytakhir, Mohamad Raslan (66. Tom Wachsmann)

Verwarnungen: A. Orlamünde/ –

Tore: 1:0 Kevin-Max Bräuer (16.); 1:1 Oleh Mytakhir (32.); 1:2 Daniel Rittermann (35.); 2:2 Thomas Berger (41.); 3:2 Daniel Malis (58.); 4:2 Thomas Berger (90.)

 

Spielbericht:

Am 12. Spieltag gastierten die Bunesen zum Topspiel beim Nietlebener SV Askania. Aufgrund der engen Tabellenkonstellation, wonach die ersten vier Teams lediglich drei Zähler auseinander lagen, bot diese Partie bereits im Vorhinein genügend Brisanz. Darüber hinaus duellierten sich beide Teams Anfang Oktober bereits im Stadtpokal, wo die Neustädter die Nase vorn hatten. Allerdings musste das Trainerteam aufgrund der Personalsituation ein wenig improvisieren. Demnach fehlten mit dem gesperrten David Gros sowie Mannschaftskapitän Martin Franke (privat verhindert), Florian Sieb (krank) und Yves Pfeiffer (verletzt) vier wichtige Säulen des Teams. Folglich gab der 18-jährige Mohamad Raslan sein Startelfdebüt.

In der Anfangsviertelstunde entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in welcher die Gäste die erste Chance nach elf Spielminuten hatten. Infolge eines Einwurfes von Gerber verlängerte Walther das Leder per Kopf auf Mytakhir, dessen zu unplatzierter Schuss aus zentraler Lage von Oelschlägel noch geklärt werden konnte (11.). Auf der anderen Seite setzten die Askanen mit ihrem ersten konkreten Angriff gleich ein Ausrufezeichen. Jähne setzte sich auf der rechten Angriffsseite durch und flankte das Leder auf Daniel Benesch, der die Übersicht behielt und den Ball auf den nachrückenden Kevin-Max Bräuer ablegte. Der Defensivakteur fackelte nicht lang, sodass sein strammer Schuss vom Sechszehner Schlussmann Brülls überwinden konnte (15.). Trotz des frühen Rückstands verloren die Bunesen nicht den Faden und agierten weiterhin zielstrebig nach vorn. Die nächste Gefahr entwickelte sich nach einem Freistoß von Gerber aus dem Halbfeld. Folglich bewahrte NSV-Keeper Timm sein Team nach Kopfball von Walther mit einem guten Reflex vor dem Ausgleich (21.). Die Gastgeber versuchten zunehmend mit langen Bällen, das Mittelfeld zu überspielen, sodass sie schnell in das Angriffsviertel kamen. So setzte sich Berger robust gegen Pohle und Sieb durch, woraufhin sein Schuss nur knapp das Ziel verfehlte (31.). Im Gegenzug konnten die Bunesen ausgleichen. Volkhardt behauptete sich im Zweikampf, sodass Gerber nachfolgend Mohamad Raslan bediente. Der Youngster der SGB glänzte hierbei mit einem tollen Pass auf Oleh Mytakhir, der sehenswert mit einem strammen Linksschuss zum 1:1 traf (32.). Nun waren die Neustädter am Drücker. Demnach fand Mytakhir nach feiner Einzelleistung mit einem präzisen Abschluss in Timm seinen Meister (34.). Der anschließende Eckstoß sollte wieder von Erfolg gekrönt werden. Sascha Gerber brachte das Leder mit Effet in den Strafraum, wo Daniel Rittermann ohne Bedrängnis zum 1:2 einnetzen konnte (35.). Umso ärgerlicher war es, dass die Gäste sich kurz vor dem Pausenpfiff um den Lohn der starken ersten 45 Minuten brachten. Denn die Askanen glichen nach einem Eckstoß von Martin Stutzer noch aus. Dessen Hereingabe landete bei Thomas Berger, der beim ersten Versuch noch an Brülls scheiterte, doch den abspringenden Ball über Umwege hinter die Linie beförderte (41.). Demnach ging es mit einem 2:2-Unentschieden in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel konnte Walther den ersten Abschluss für die Bunesen verbuchen, wobei dessen Direktabnahme aus der Distanz Timm nicht wirklich in Gefahr brachte (47.). Auf der anderen Seite ging nach einer Seitenverlagerung schnell, wonach Berger nach starker Hereingabe von Bräuer freistehend den Torerfolg verpasste (53.). Die richtungsweise Aktion der Partie sollte es fünf Minuten später geben. Markus Strissel tankte sich gleich gegen drei Bunesen durch und spielte auf Daniel Malis, der sehenswert auf knapp 25 m per Dropkick zum 3:2 für den NSV traf. Brülls hatte hierbei keinerlei Abwehrchance. Allerdings erwies sich die Ballmitnahme von Malis aus verdächtigem Handspiel strittig, was jedoch der resolute Referee verneinte (58.). Nachfolgend kamen die Gäste nicht wirklich zu ihrem Spiel zurück, wonach unerklärlicherweise zu viele lange Bälle gespielt wurden, bei welchen die Askanen gut gestaffelt agierten. Obwohl die Huth/Rath-Elf in der Schlussviertelstunde noch einmal die Schlagzahl erhöhten und ihre Offensivbemühungen verstärkten, blieben klare Chancen aus. Demnach vollendeten die Hausherren einen Konter in der Schlussminute durch Thomas Berger zum Endstand von 4:2 (90.).

Mit der zweiten Saisonniederlage im Topspiel rutschten die Bunesen auf den vierten Rang ab. Leider konnten sie in dieser Partie die Leistung der ersten Hälfte nach dem Seitenwechsel nicht bestätigen, sodass die Niederlage aufgrund der schwachen Halbzeit nicht unverdient war. Nun gilt es, sich schnellstens den Mund abzuwischen und am kommenden Sonnabend beim Hinrundenabschluss gegen den VfB Lettin einen Dreier anzupeilen.

Spielbericht: Felix Sieb