„Viel Freude bereitet mir die Vermittlung taktischer Inhalte”

Um den Nachwuchs weiter voran zu bringen, ist der Verein stets auf der Suche nach neuen Trainerinnen und Trainern. Dass Frauen dort im Fußball an der Linie das Zepter übernehmen, ist zwar nichts Neues, aber dennoch bis heute nicht alltäglich. In den nachfolgenden Fragen wollen wir auf diese “Besonderheit” sowie auf das Tätigkeitsfeld des Trainerdaseins eingehen. Hierbei haben wir unserer couragierten Nachwuchstrainern, Annemarie Schober, ein paar Fragen gestellt.

Hallo Annemarie,

Vielen Dank unsererseits, dass Du dir die Zeit für ein kurzes Interview nimmst.

1.) Welche Jugend trainierst du aktuell? Hast du hierbei etwaige Unterstützer bzw. Betreuer an deiner Seite?

„Aktuell trainiere ich zusammen mit Mike Volkhardt die D-Jugend des Vereins. Er unterstützt mich seit etwa zwei Jahren.“

2.) Wie würdest du die Rolle deines Teams in der laufenden Saison beschreiben und woran machst du dies fest? Skizziere kurz die Struktur deiner Mannschaft.

„In der laufenden Saison belegen die Jungs und Joanna aktuell mit einem 2-Punkte-Rückstand zum Tabellenführer den 3. Platz in der Unionsliga. Nachdem die letzte Saison leider nicht sehr erfolgreich für unsere Mannschaft mit einem Platz im unteren Drittel der Tabelle verlief, habt sich das Team deutlich gesteigert und gerade im technischen und taktischen Bereich stark verbessert. An einzelnen Spielern lässt sich diese Verbesserung nicht ausmachen, aber es gibt schon zwei oder drei Spieler, die einen enormen Schub nach vorne gemacht haben und damit auch andere Spieler mitziehen.“

3.) Seit wann bist du als Übungsleiterin tätig und wie hat sich damals dein Interesse an einem solchen Engagement geweckt bzw. deine Motivation an der Arbeit mit den Kindern entwickelt?

„Ich glaube mich zu erinnern, dass ich seit mittlerweile sieben Jahren die Jungs und Mädels trainiere. Damals waren sie noch alle Bambinis und einige trainiere ich auch seit Anfang an. Das Interesse kam tatsächlich nicht von mir. Unser Technische Leiter, Kai Volkhardt, sprach mich damals an. Er konnte sich wohl mich als Trainerin sehr gut vorstellen. Und tatsächlich habe ich sehr viel Freude an dem Job entwickelt. Gerade rückblickend ist es sehr schön zu sehen, was die Jungs und Joanna alles in der Zeit gelernt haben. Umso schöner, dass ich ein Teil dieser Mannschaft bin und mein Wissen gewinnbringend vermitteln kann.“

4.) Welche Parallelen siehst du zwischen deinem beruflichen Leben und deiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Sport?

„Meine Tätigkeit als IT-Systemadministratorin stellt keine Parallele zu meiner ehrenamtlichen Tätigkeit dar. Es ist mehr eine willkommene Abwechslung zu meinem Berufsalltag, welcher durch eine reine Bürotätigkeit geprägt ist.“

5.) Wenn du deine Tätigkeit als Fußballtrainerin allumfassend betrachtest, welche Schwerpunkte machen dir besonders viel Freude und wo siehst du persönlich die größten Herausforderungen bzw. Schwierigkeiten?

„Viel Freude bereitet mir die Vermittlung taktischer Inhalte. Es geht mir dabei vor allem um ein Verständnis für den Fußball und welche Aufgaben jeder einzelner Spieler auf dem Feld zu erfüllen hat. Außerdem kann ein gutes Verständnis für die Taktik des Fußballs andere Defizite wettmachen. Ich bin der Meinung, dass auch weniger taltentierte Spieler mit einer guten taktischen Ausbildung zu einem guten Fußballspieler heranwachsen können. Genau dieses Ziel habe ich mir auch für alle aktuellen Spieler/innen gesetzt. Als Herausforderung sehe ich gerade für mich persönlich die Organisation. Es geht dabei nicht um die Organisation an sich, sondern darum, dass mein Gedächtnis nicht das Beste ist und ich manche wichtige Punkte der Organisation auch gerne mal vergesse.“

6.) Wie wird man als Trainerfrau von der Konkurrenz wahrgenommen und gab es diesbezüglich schon prägende Erlebnisse?

„Probleme als Trainerfrau hatte ich mit männlichen Trainerkollegen noch keine und demnach kann ich auch von keinen negativ geprägten Erlebnissen berichten. Ich denke, solange man als Trainerfrau selbstbewusst auftritt, hat man diesbezüglich auch keine Schwierigkeiten.“

7.) Wie würdest du die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Vereins beschreiben und wo kannst du noch Optimierungsbedarf erkennen?

„Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen im Verein habe ich persönlich als sehr positiv empfunden. Gerade in den letzten Jahren hat sich im Verein viel getan. Es engagieren sich immer mehr Leute im Verein. Das spiegelt sich auch in diesem Interview wieder. Allein, dass wir dieses Interview führen, wäre vor fünf oder sechs Jahren noch undenkbar gewesen. Ich hoffe dass diese positive Entwicklung des gesamten Vereins auch in den nächsten Jahren anhält. Optimierungsbedarf gibt es immer. Aber das würde ich eher auf die generelle Entwicklung des Vereins sehen und nicht in der Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen.“

8.) Welche Ziele hast du dir persönlich sowie für dein Nachwuchsteam für die Zukunft gesetzt? Wie wichtig sind bei deiner Planung die zeitlichen Parameter?

„Unser kurzfristiges Ziel ist ganz klar die Meisterschaft in der Stadtliga. Als mittelfristiges Ziel sehe ich eine ordentliche Leistung in der nächsten Spielzeit. Das wird für die Jungs und Joanna eine große Herausforderung, da dann der Wechsel auf das Großfeld ansteht. Mein persönliches langfristiges Ziel ist es mit den Jungs bis in den Erwachsenbereich fortzuschreiten, sodass aus allen Jungs gute bis sehr gute Fußballspieler werden.“

 

Abschließend wollen wir dir als Presseteam des Vereins nochmals unseren Dank für die genommene Zeit ausrichten. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg mit deiner Mannschaft und sind froh, dich in unseren Reihen zu haben!

Das Presseteam der SG Buna Halle

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