Körtge entscheidet das Endspiel

Stadtpokalfinale – 01.05.2019, 14:00 Uhr

Turbine Halle – SG Buna Halle 1:0 (1:0)

Aufstellungen:

Turbine Halle: Andy Schiller – Dominik Zech, Eric Gröger (MK), Louis Simon Klein, Christoph Hoberg – Matthias Sommerer, Clemens Löffler (84. Felix Karus), Christopher Carpentier, Elias Kindl – Janos Körtge (85. Lukas Emanuel Knaut), Tim Riechert (65. Lukas Jahner)

SG Buna Halle: Richard Brülls – Thomas Pohle (46. Moritz Müller; 76. Oleh Mytakhir), Martin Franke (MK), Christian Ilgner, Tom Wachsmann – Florian Sieb, Mike Volkhardt – Tim Wagner (66. Tim Wagner), David Gros, Sascha Gerber – Marcus Walther

Verwarnungen: T. Riechert, F. Kraus, L. Jahner/ S. Gerber, C. Ilgner

Tore: 1:0 Janos Körtge (40.)

Spielbericht:

Am Tag der Arbeit (01. Mai 2019) stieg im Stadion am Zoo, der Heimstätte des Oberligisten VfL 96 Halle, das hallesche Stadtpokalfinale. Erstmals von der Partie waren hierbei die Bunesen. Nachdem sie zuvor durch vier Erfolge jeweils auf fremden Platz über SG HTB Halle (5:3 n.V.), VfL Seeben (18:2), Nietlebener SV Askania (4:0) sowie SG Einheit Halle (4:2) ins Finale einzogen, wollten die Kicker von der Lilienstraße ihrem Coach, Wolfgang Huth, zum 68. Ehrentage ein ganz besonderes Geschenk machen. Allerdings stand der SGB mit dem Titelverteidiger und aktuellen Tabellenführer der Landesklasse Staffel 6, Turbine Halle, ein mindestens gleichwertiger Gegner gegenüber, sodass schon vor Anpfiff klar war, dass Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden könnten. Die Neustädter schworen sich zuvor mit allen Akteuren – auch Rekonvaleszenten – ein. Darüber hinaus standen bereits die gepackten Koffern für einen anschließenden Mannschaftstrip in die tschechische Hauptstadt Prag parat – Motivation für Titel genug?


Das Team um Mannschaftskapitän Franke zeigte sich insbesondere in den ersten zehn Minuten der Partie von der aggressiven und forschen Spielweise des Kontrahenten beeindruckt. Zudem kam sichtbare Nervosität in Reihen der SGB auf, welche nicht alltäglich vor einer beachtlichen Kulisse von 530 Zuschauern spielen. Obwohl die Felsenkicker von Anpfiff weg ordentlich Druck machten, kamen sie zu keiner nennenswerten Chance. Nach knapp einer Viertelstunde stabilisierten sich die Bunesen und wurden zunehmend ballsicherer. Den ersten Abschluss des Spiels konnte Gerber mit einem Volleyschuss für sich verbuchen. Dieser verfehlte das Gehäuse um knapp einen Meter (21.). Bei der nächsten Torraumszene wurde es schon konkreter. Nach einem Freistoß von Gerber kam Walther ohne Bedrängnis zum Kopfball. Dieser war jedoch für Schiller zu unpräzise, sodass er diesen sicher parierte (32.). Trotz einer intensiven und kampfbetonten Spielführung beider Teams blieb die Partie ereignisarm und ohne große fußballerische Höhepunkte. Als die meisten schon mit einer torlosen ersten Halbzeit rechneten, schlug Turbine eiskalt zu. Nach einem Stellungsfehler von Pohle nahm Dominik Zech auf deren linker Angriffsseite Fahrt auf und bediente mustergültig Janos Körtge im Strafraum. Der Goalgetter ließ sich dabei nicht zweimal bitten und traf sehenswert ohne Abwehrmöglichkeit für Brülls per Direktabnahme zum vielumjubelten 1:0 (40.). Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend im Mittelfeld. Mit der Führung im Rücken versuchten die Felsenkicker mit einzelnen Nadelstichen für die Vorentscheidung zu sorgen. Demnach parierte Brülls einen Flugkopfball von Körtge in der 57. Spielminute glänzend (57.). In der Schlussviertelstunde intensivierten die Bunesen nochmals ihre Offensivbemühungen, um den Ausgleich zu erzielen und somit die Verlängerung noch zu erreichen. Folglich ergab sich für den kurz zuvor eingewechselten Mytakhir eine aussichtsreiche Schusschance, bei welcher er das Außennetz traf (76.). Wenig später strich Rittermanns Drehschuss nach einem Eckball nur Zentimeter am Tor von Schiller vorbei (83.). Als die Neustädter alles auf eine Karte setzten, vergab Jahner zwei Minuten vor Ultimo freistehend den Matchball (88.). Infolgedessen gestalteten sich die restlichen Spielminuten bei einer vierminütigen Nachspielzeit spannend. Den Bunesen wurde eine Vielzahl von Freistößen zugesprochen, welche jedoch gegen das Bollwerk der Wehrmann/ Mandel-Elf keine Durchschlagskraft entwickelte.


In einem spannenden Stadtpokalfinale auf Augenhöhe verteidigte das Team um Mannschaftskapitän Eric Gröger dank einer exzellenten Kombination von Zech und Körtge nicht unverdient den Titel. Für die Neustädter war es trotz der Niederlage eine interessante aber auch zugleich schmerzhafte Erfahrung in einem Endspiel. Vielleicht haben sie aber durch dieses Erlebnis rund um den Finaltag die Motivation für eine Wiederholung im kommenden Kalenderjahr mit einem hoffentlich erfolgreicheren Ausgang entwickelt. Die SG BUNA HALLE gratuliert auf diesem Wege dem Team von TURBINE HALLE zum POKALSIEG und bedankt sich beim SFV Halle für die tolle Endspielatmosphäre. Für die Jungs von der Lilienstraße ging es am Abend trotz Niederlage zu einem viertägigen Trip nach Prag.

Spielbericht: Felix Sieb

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